Teilprojekt F

 

AAL in der Qualifizierungspraxis und im Berufsalltag helfender Professionen

 

Kooperation: HRW, HFU

Projektleitung: Prof. Dr. Maik Winter (HRW)

 

Ziel: Das Teilprojekt  verfolgt erstens das Ziel, die Bedeutung von AAL- Technik in der ambulanten medizinischen und pflegerischen Berufspraxis aus Sicht beider Professionen detailliert zu ergründen. Zu diesem Zweck sollen ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte und auch Mitarbeiter/innen von Pflegestützpunkten befragt werden unter anderem zu ihren berufspraktischen Erfahrungen mit AAL- Technologien, zur Bewertung des potenziellen Nutzens dieser Techniken sowie zur Einschätzung der eigenen Kompetenzen im Zusammenhang mit AAL- Technik. Ferner stehen Fragen zum Einfluss von AAL- Technologien auf die Beziehung zu- sowie die Interaktion mit älteren Klientinnen und Klienten sowie ihren Angehörigen im Mittelpunkt des Interesses. Des Weiteren geht es darum, zu erfahren, inwieweit solche Technologien das professionelle Selbstverständnis und Berufsrollen in Medizin und Pflege betreffen bzw. verändern und welche Konsequenzen sich daraus für die ambulante medizinisch- pflegerische Versorgung bei einem AAL- gestützten Leben im Alter ergeben?

Zweitens fokussiert das Projekt auf die Ermittlung der aktuellen sowie prospektiven Relevanz des Themas AAL in der medizinischen und pflegerischen Qualifizierungspraxis. Hierbei zielt das Projekt auf die Beantwortung folgender Fragestellungen ab: Welchen Stellenwert besitzt AAL in der Ausbildung beider Professionen, unter welchen Schwerpunkten wird es thematisiert, welche Kompetenzen werden vermittelt und wie schätzen Ausbildungsverantwortliche die diesbezügliche weitere Entwicklung ein? Zur Zielerreichung ist sowohl eine Dokumentenanalyse (bspw. Ausbildungsordnungen, Curricula, Modulhand- und Lehrbücher) vorgesehen als auch eine Befragung von Ausbildungsverantwortlichen in Medizin und Pflege.

Die Ergebnisse aus beiden Forschungsschwerpunkten können im Sinne der Nachhaltigkeit genutzt werden, um Handlungsempfehlungen für die Ausbildungsgestaltung in den zwei Disziplinen zu generieren. Dies erscheint vor allem deshalb sinnvoll, weil, zumindest für die Pflege, in absehbarer Zeit eine grundlegende Reform der Berufsausbildung vorgesehen ist, welche die Bundesländer und Ausbildungsträger auszugestalten haben.