Teilprojekt E

 

Vorgehensmodelle und Entwicklungsmethoden zur durchgängigen interdisziplinären nutzerzentrierten Entwicklung von AAL-Lösungen

 

Kooperation: HFU, ALUF, SIZ

Projektleitung: Prof. Dr. Christophe Kunze (HFU)

 

Ziel: Im Rahmen des Teilprojektes soll untersucht werden, wie in Zukunft eine durchgängige interdisziplinäre Kooperation in AAL-Entwicklungsprojekten unterstützt werden kann. Hierzu sollen Methoden und Vorgehensmodelle untersucht werden, die einen kontinuierlichen Wissensaustausch und eine Moderation zwischen eher sozial- und technikorientierten Forschungsaktivitäten fördern, gegenüber Planungsunsicherheiten soweit möglich robust sind und eine effizienten Aushandlungsprozess zwischen den Projektbeteiligten fördern. In einem ersten Schritt sollen dazu ausgehend von den Projekterfahrungen von Forschungsakteuren aus dem Netzwerk der ZAFH-Projektteilnehmer Herausforderungen und Best-Practices zu Entwicklungsmethoden im AAL-Umfeld erhoben werden. In einem zweiten Schritt sollen Entwicklungsmethoden und Vorgehensmodelle erarbeitet und exemplarisch erprobt werden. Als ein zielführend erscheinender Ansatz sollen etablierte Ansätze aus den agilen Entwicklungsmethoden (SCRUM, Kanban) mit nutzerzentrierten Methoden und sozialwissenschaftlichen Forschungsansätzen (z.B. Planungskreislauf) kombiniert werden und in entsprechenden Vorgehensmodellen abgebildet werden. Neben allgemeinen Vorgehensmodellen für Entwicklungsprojekte scheint sinnvoll, zu den in der Forschungsförderung häufig als ELSI-Aspekte (ethische, rechtliche und soziale Implikationen) bezeichneten Querschnittsaspekten spezifische Leitfäden und Instrumente zu erarbeiten, die eine durchgängige Berücksichtigung im Entwicklungsprojekt unterstützen („x by design“). Als Beispiel für ein solches Instrument kann das MEESTAR-Modell zur Analyse und Bewertung ethischer Aspekte genannt werden. Im Rahmen des Teilprojektes sollen als Beispiel für eine spezifische Betrachtung Datenschutzaspekte untersucht werden.

Zur Erprobung sollen parallele Entwicklungsprojekte innerhalb und außerhalb des ZAFH begleitet und evaluiert werden. Innerhalb des ZAFH wurde dazu das Teilprojekt 2 (Geruchssensor) ausgewählt, welches sowohl eine hohe technische Komplexität als auch vielfältige sozialwissenschaftliche Fragestellungen aufweist. Zusätzlich ist eine Untersuchung in zwei weiteren Projekten mit Beteiligung der HFU geplant: Im Projekt InterMem (BMBF, Technikgestützte Ansätze zur Erinnerungspflege), welches sich in einer sehr frühen Phase befindet und daher von Beginn an begleitet werden kann; sowie im Projekt SONIANetz, welches sich als sehr praxisnahes Projekt für die Betrachtung von Transfer- und Umsetzungsaspekten eignet.