Teilprojekt B

 

Miniaturisierter Geruchssensor zur Unterstützung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

 

Kooperation: HFU, SIZ, ALUF

Projektleitung: Prof. Dr. U. Mescheder (HFU)

 

Ziel:Die Weiterführung der Arbeiten zum „Miniaturisierter Geruchssensor“ soll im Rahmen des Projekts eine flexible Technologieplattform entstehen lassen, deren Fähigkeiten von den sozialwissenschaftlichen Partnern definiert werden. Es haben sich in der ersten Phase des Projektes eine Reihe von technologischen Fragestellungen auf mehreren Ebenen ergeben, die im Rahmen der Projektverlängerung die ingenieurwissenschaftlichen Aufgaben definieren. Übergeordnetes Ziel ist dabei ein an den Bedarfen der Endanwender ausgerichteter, flexibel einsetzbarer Geruchssensor. Um das übergeordnete ingenieurwissenschaftliche Ziel eines optimierten Sensorsystems und seiner Herstellung zu erreichen müssen auf drei Gebieten wichtige Zwischenziele erreicht werden

  • Optimierung der Mikrosystemtechnik-Plattform
    • Robusteres Design und geringerer Energieverbrauch
    • Vertieftes Verständnis des Inkjet-Prozesses zum Aufbringen der Metalloxid
    • Erforschung von Mehrfach-Arrays mittels MOX-Schichten
  • Einführung selektiver Komponenten
    • Untersuchung adaptiver optischer IR-Filter für hoch selektive optische Sensoren
    • Nutzung von CuO in einem konzeptionell neuartigen Betriebsmodus
    • Verbesserung der Sensor-Mensch Interaktion
  • Einbindung der selektiven Elemente in die Algorithmen
    • Verbesserter, robusterer Algorithmus
    • Nutzung der Mehrfach-Arrays
    • Optimierung der Schnittstelle zwischen Mensch und Sensor
    • Verbessertes Tragegefühl durch Gehäuseoptimierung

 

Durch den Einsatz der technologischen Lösung sollen folgende sozialwissenschaftliche Forschungsziele erreicht werden:

  • Mittels einer zeitlichen Ausdehnung der Erprobung in realen Lebenssettings von StomaträgerInnen, sollen die sozialen Effekte eines Einsatzes des Geruchssensors erhoben werden und es soll geklärt werden, ob es dadurch bei den Probanden zu einer Steigerung der Teilhabe, einer qualitative Verbesserung und Vereinfachung der Pflege kommt.
  • Die Bedarfe von weiteren potenziellen Nutzergruppen im Bereich Menschen mit Behinderung in inklusiven Lebenssettings sollen vertieft erhoben werden. Dadurch soll geklärt werden, ob Inklusion zusammenhängt mit Fragen der Inkontinenz bzw. durch Inkontinenz entstehenden Gerüchen.
  • Feldtests in inklusiven und in Sondersettings sollen klären, ob, in diesen Lebensformen, Teilhabe und Pflege durch den Einsatz technischer Geruchsdetektion leichter und erfolgreicher möglich sind.