Erste Versuche zur Funktionsfähigkeit abgeschlossen

 

Im Teilprojekt 1 arbeiten wir an einem Prototyp, der sehbehinderten Menschen eine erweiterte Raumwahrnehmung ermöglicht. Mit der Hilfe eines 3D Scanners wird ein Modell der Umgebung erstellt und aktualisiert. Über einen Gürtel aus Vibrationsmotoren, welchen der Benutzer an seinem Körper trägt, können Informationen wie beispielsweise Warnungen bezüglich bevorstehender Kollisionen mit Hindernissen an die sehbehinderte Person übermittelt werden. Unser aktuelles Testsystem besteht aus zwei Laserscannern und ist auf einem Rollator angebracht (siehe Bild 1). Aufgenommene Punktwolken werden für die Erstellung einer zweidimensionalen Rasterkarte verwendet (Bild 2). Deren Zellen sind  als „begehbar“, „hindernisbehaftet“ oder  „unbekannt“  klassifiziert. Eine ausgabespezifische Datenreduktion entscheidet über die Signale, welche mit dem haptischen Mensch-Maschine Interface an den Benutzer gesendet werden. Erste Versuche bezüglich der Funktionsfähigkeit und Robustheit der oben beschriebenen Module in einer Indoorumgebung wurden erfolgreich abgeschlossen. Tests mit nicht sehbehinderten Personen konnten darüber hinaus zeigen, dass die Navigation eines Menschen durch am Körper aufgebrachte Vibrationssignale ein vielversprechender Ansatz ist. Wir sind überzeugt davon, dass unser System Potenzial hat, die Autonomie von sehbehinderten Menschen zu vergrößern und somit zu einer Steigerung der Lebensqualität beitragen kann.

 

 

Bild 1: Aktuelles Testsystem: Rollator mit zwei Laserscannern
Bild 2: Zweidimensionale Rasterkarte der Umgebung